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07.02.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Die sechs neuen Methoden der Ausbeutung

Der Autor Stephan Kaufmann betrachtet die Digitalisierung als Klassenprojekt

Johannes Supe

Endlich sagt es mal jemand. »Digitalisierung und Industrie 4.0« sind »keine subjektlosen Sachzwänge, sondern ein Projekt derer, die sich – Betonung auf ›sich‹ – etwas davon versprechen«. Bereits für diesen Satz ist die Broschüre von Stephan Kaufmann lesenswert, die im Januar unter dem Namen »Digitalisierung, Klassenkampf, Revolution« erschien. Auf etlichen Kongressen zum selben Thema wurde Zuhörern bislang das Gegenteil vermittelt; die Frage danach, welche Klasse die Digitalisierung vorantreibt, blieb meist ausgespart. Leider gilt das gerade für Veranstaltungen, die von den Gewerkschaften ausgerichtet wurden.

Es seien die Unternehmen, die sich die neue Technik zunutze machen. »Für die Lohnabhängigen dominieren die Risiken.« Beide Feststellungen stellt Kaufmann seinem Text voran. In der Folge untersucht er, was sich das Kapital von den neuen Prozessen verspricht: hauptsächlich eine Senkung der Personalkosten. Der zunehmende Einsatz von Computertechnik und d...

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