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06.02.2017 / Feuilleton / Seite 10

Eine Frage

Zu einer hessischen Provinzposse

Marcus Staiger

Am Donnerstag abend hatte die Stadtverordnetenversammlung des hessischen Rüsselsheim mit knapper Mehrheit beschlossen, die im Rahmen des Landesfest Hessentag geplante »Rap-Night« abzusagen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland und andere jüdische Organisationen hatten in einem »Offenen Brief« gefordert, »Hass, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit« keine Bühne zu geben. Zum Beleg für die Anschuldigungen wurden Textzeilen des Rappers Kollegah, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, angeführt. Ein Zitat antisemitischen Inhalts stammte allerdings nicht von ihm, sondern von einem anderen Rapper aus einem gemeinsamen Lied. Bei dem Konzert hätten neben Kollegah u.a. auch die Rapper Azad, Farid Bang und Eko Fresh auftreten sollen. Blume wies die Anschuldigungen auf Facebook als »völlig aus der Luft gegriffen« zurück. Kollegah ist einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands und inszeniert sich als Muskelprotz, Zuhälter und neue...

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