03.02.2017 / Ausland / Seite 7

Störsignal aus Washington

US-Präsident empört über versprochene Aufnahme von Flüchtlingen. Telefonat mit Australiens Regierungschef endet in Streit

Knut Mellenthin

US-Präsident Donald Trump hat ein weiteres Beispiel seiner extravaganten Umgangsformen geliefert. Laut Berichten der Washington Post brach er ein Telefonat mit einem der engsten Partner der USA, dem konservativen australischen Regierungschef Malcolm Turnbull, nach weniger als der Hälfte der geplanten Zeit verärgert ab. Zuvor hatte der Australier vergeblich versucht, Trumps Wutausbruch durch einen Themenwechsel zu entschärfen.

Das Gespräch fand schon am Sonnabend Washingtoner Zeit statt, wurde aber erst am Mittwoch bekannt. Der Ärger des US-Präsidenten hatte sich an Turnbulls Frage nach der Zukunft einer Zusage entzündet, die Trumps Vorgänger Barack Obama im November 2016 – fünf Tage nach der Präsidentenwahl – gegeben hatte: Die USA seien bereit, eine noch zu vereinbarende Zahl von Flüchtlingen aus Australiens Lagern auf der Pazifikinsel Nauru und der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus aufzunehmen.

Trump war auf dieses Thema offenbar nicht im geringst...

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