02.02.2017 / Feuilleton / Seite 11

»Stoppt die Vereinzelung«

Wie reagiert die Occupy-Bewegung auf Donald Trump? Ein Gespräch mit Noah Fischer

Rafik Will

Sie haben als Künstler und Aktivist den Aufruf zum »J20 Art Strike« unterzeichnet: Am 20. Januar, dem Tag des Amtsantritts von Donald Trump sollten die Künstler gegen ihn streiken. Hat das funktioniert?

Ja, es gab demonstrative Schließungen von Galerien und viele Straßenproteste. Die Leute sollten ja nicht zu Hause bleiben, sondern im Gegenteil öffentlich in Erscheinung treten. Unser Plan war, einen Konsens darüber zu erreichen, dass an diesem Tag nichts normal war. Als Mitglied von »Occupy Museums« habe ich eine Veranstaltung am New Yorker Whitney Museum mitorganisiert.

Im britischen Guardian schrieb Jonathan Jones, dieser Streik sei nicht mehr als eine ineffektive Wohlfühlveranstaltung gewesen.

Ich finde, diese Kritik ist elitär. Unsere Strategie war, eine breite Front von Kulturschaffenden gegen die rassistische, xenophobe und umweltfeindliche Politik von Trump zu vereinen. »J20« sollte diese Front in der Kunstwelt sichtbar machen, um auch im Mainstream ...

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