31.01.2017 / Feuilleton / Seite 10

»Heiß, heißen und Verheißung«

Ilija Trojanow eröffnete die »Dresdner Reden« und sprach darüber, wie er zu einem »Sprachwechsler« wurde

Ralf Richter

Am Sonntag hat der Schriftsteller Ilija Trojanow im Dresdner Schauspielhaus die »Dresdner Reden 2017« eröffnet, selbstverständlich mit einer Rede und zwar zum Thema »Nach der Flucht – Gedanken über das restliche Leben«.

Bei dieser Veranstaltungsreihe von Schauspielhaus und Sächsischer Zeitung werden interessante Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Kultur eingeladen, um über »welthaltige Themen nachzudenken und zu diskutieren«.

Trojanow bemerkte, dass zwar allgemein viel über Flucht und Flüchtlinge geredet würde, aber die Flüchtlinge selbst wenig zu Wort kämen. Auch er hat eine Flüchtlingsbiographie. Mit seinen Eltern hatte er sechsjährig 1971 das damals sozialistische Bulgarien verlassen und kam über Jugoslawien und Italien nach Westdeutschland, wo er eingeschult wurde. Die erste Erfahrung sah so aus: Seine Mutter wollte der Klassenlehrerin radebrechend erklären, woher sie kamen, worauf diese verständnislos den Kopf schüttelte und sagte, sie hätte »scho...

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