01.02.2017 / Ausland / Seite 7

Staatschef made in USA

Gambias neuer Präsident Barrow hatte für die Absetzung von Jammeh Hilfe aus Washington

Christian Selz, Kapstadt

Mit einer ganzen Liste von Reformankündigungen ist Gambias neuer Präsident Adama Barrow am Samstag erstmals vor die Presse in der Hauptstadt Banjul getreten. Noch in dieser Woche will er sein Kabinett ernennen. Gleich die erste Nominierung – Barrow machte die Architektin seines Bündnisses, Fatoumata Jallow-Tambajang, zur Vizepräsidentin – erwies sich jedoch als problematisch. Die 67jährige soll der Verfassung des Landes nach zu alt sein für das Amt. Das allerdings ist bei weitem nicht die größte Herausforderung, vor der der neue Staatschef nun steht.

Mit seiner ersten Amtshandlung hat er das Wort »Islamisch« vor »Republik« aus dem Staatsnamen gestrichen. Barrow will vom alten Regime geschlossene Medienhäuser wieder zulassen und den Sicherheitsapparat neu organisieren. Gambias dringlichstes Problem ist jedoch ein finanzielles. Das Land ist hoch verschuldet, die Ausstände übersteigen bereits das Bruttosozialprodukt. Barrows Vorgänger Yahya Jammeh soll die St...

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