01.02.2017 / Ausland / Seite 7

Rabat erhält Einlass

Marokko wird Mitglied der Afrikanischen Union trotz anhaltender Besatzung der Westsahara

Gerrit Hoekman

Marokko ist nach 33 Jahren wieder Mitglied der Afrikanischen Union. Das hat das Bündnis von 54 afrikanischen Staaten am Montag auf seiner Generalversammlung in Addis Abeba mehrheitlich beschlossen. Marokko hatte die AU, die damals noch Organisation für afrikanische Einheit hieß, 1984 aus Protest verlassen, nachdem die Westsahara aufgenommen worden war. Rabat betrachtet die frühere spanische Kolonie als sein Territorium.

Der Entscheidung ging eine emotionale Debatte innerhalb der AU voraus. Vor allem Algerien, das die Exilregierung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara beherbergt, wehrte sich. Die Beziehungen zum Nachbarland Marokko sind deshalb seit Jahren schlecht. »Aber 39 unserer Staaten billigten Marokkos Rückkehr, auch wenn die Westsahara-Frage bestehenbleibt«, erklärte der Präsident des Senegals, Macky Sall, gegenüber der Presse.

Der Konflikt um die Westsahara schwelt seit den 1970ern. Seinerzeit herrschte Spanien über den Landstrich, wollte s...

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