24.01.2017 / Inland / Seite 5

Castortransporte auf dem Neckar geplant

EnBW will Atommüllbehälter aus stillgelegtem AKW Obrigheim verschiffen. Proteste gestartet

Reimar Paul

Der Flusstransport wäre eine Premiere. Mit einem angeblich unsinkbaren Schiff will der landeseigene Konzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) in diesem Jahr 15 Castorbehälter mit verbrauchten Brennelementen aus dem Kraftwerk Obrigheim ins Zwischenlager am AKW Neckarwestheim bringen lassen. Geplant sind insgesamt fünf Transporte. Atomkraftgegner haben am Wochenende eine Informations- und Protesttour entlang der Transportstrecke und darüber hinaus gestartet.

Das AKW Obrigheim wurde 2005 abgeschaltet, 2007 begann der Rückbau. Er soll 2020 abgeschlossen sein und nach aktuellen Schätzungen mindestens eine halbe Milliarde Euro kosten. Da EnBW die Ausgaben für den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim scheut, sollen die 342 abgebrannten Brennelemente aus diesem Reaktor in Neckarwestheim eingelagert werden. Dort befindet sich in Tunnelröhren in einem Steinbruch ein genehmigtes Zwischenlager für Castoren.

Die Transportstrecke auf dem Neckar ist rund 50 Kilometer lang...

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