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24.01.2017 / Titel / Seite 1

Doppelt vermasselt hält besser

Mutmaßlicher Attentäter Anis Amri hätte schon 2011 aus Italien ­abgeschoben werden können. Pressebericht über »Geheimdienstoperation«

Ralf Wurzbacher

Der mutmaßliche Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, hätte bereits im Sommer 2011 aus Italien nach Tunesien abgeschoben werden können. Nach einem Bericht der Welt am Sonntag lagen den Behörden zum damaligen Zeitpunkt die erforderlichen Papiere aus Tunis vor. Statt dessen war Amri wegen diverser Straftaten für vier Jahre inhaftiert worden und nach seiner Entlassung Mitte 2015 über die Schweiz nach Deutschland gelangt. Den Verzicht auf Zwangsausweisung hatten die italienischen Sicherheitsorgane mit der angeblich nicht gesicherten Identität des seinerzeit 18jährigen begründet.

Auffällig: Auch die deutschen Behörden argumentieren bei der Frage, warum man von einer Abschiebung abgesehen hat, mit angeblichen Versäumnissen der Tunesier. Dieser Darstellung widersprach Ende der Vorwoche die Regierung des Maghreb-Staates. Demnach ergaben sich die monatelangen Verzögerungen aufgrund der Übermittlung eines »falschen Namens«. Nordrhein-Westfalens Innenm...

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