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19.01.2017 / Inland / Seite 4

Abschiebestopp gefordert

Trotz dringender Reisewarnung für das Land am Hindukusch: Hamburger Senat will Afghanen zwangsweise zurückführen

Kristian Stemmler

Angesichts einer drohenden zweiten Sammelabschiebung nach Afghanistan noch im Januar wird der Protest lauter. In Hamburg, das die größte afghanische Community des Landes beherbergt, fordern jetzt die Sozialverbände der Kirchen, Diakonisches Werk und Caritas, einen Abschiebestopp. »Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich dramatisch verschlechtert und bleibt somit prekär. Das belegt der jüngste Bericht des UNHCR nachdrücklich«, betonte Diakonie-Chef Dirk Ahrens in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände vom Montag, »deshalb sind Abschiebungen nach Afghanistan nicht zu verantworten.«

In der Erklärung appellieren Diakonie und Caritas an den »rot-grünen« Hamburger Senat, der sich an der ersten Sammelabschiebung von Frankfurt nach Kabul am 14. Dezember beteiligt hatte, dem Beispiel Schleswig-Holsteins zu folgen. Dessen Innenminister Stefan Studt (SPD) hatte vor kurzem angekündigt, wegen der Lage in Afghanistan einen Abschiebestopp zu erwägen. »Wir halten es...

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