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19.01.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Billigproduktion auf Kosten der Beschäftigten«

Protest: In deutscher Fleischindustrie werden weiter 50 bis 90 Prozent der Kollegen über Werkverträge rekrutiert. Gespräch mit Matthias Brümmer

Jana Frielinghaus

Sie werden am Samstag auf der Auftaktkundgebung zur Demo »Wir haben Agrarindustrie satt« sprechen. Was ist Ihre Motivation?

Ganz einfach: Wir haben es satt, dass wir von der Fleischindustrie hingehalten werden, wenn es um die Forderung nach vernünftigen Arbeitsbedingungen geht. Hier herrscht Billigproduktion auf Kosten der Beschäftigten. Mittlerweile haben wir Betriebe, die 50 bis 90 Prozent ihrer Belegschaft nur noch über Werkverträge rekrutieren. Dadurch verschaffen sie sich einen enormen Kostenvorteil, was dazu führt, dass Märkte beherrscht werden, insbesondere im Ausland. Und viele andere Branchen in Deutschland ziehen nach.

Vertreter der Fleisch­industrie haben im September 2015 nach Gesprächen mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SPD, eine »Selbstverpflichtung für attraktivere Arbeitsbedingungen« unterzeichnet. Was hat sich seitdem getan?

Viel PR. Zwar werden viel mehr Beschäftigte heute nach deutschem Recht behandelt. Sie arbeiten b...

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