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21.01.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Thema innere Sicherheit nicht AfD überlassen«

Gespräch. Mit Sahra Wagenknecht. Über die Rolle Russlands in Syrien, eine Koalition mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen und Kritikfähigkeit innerhalb ihrer eigenen Partei

Claudia Wrobel

Früher wurde Ihnen oft vorgeworfen, sich kritiklos auf die Seite Russlands zu stellen. Diese Stimmen sind verstummt, was mich nicht überrascht: Sie sprechen mittlerweile davon, dass das Land, ebenso wie die USA, eine imperialistische Politik betreibe. Mehr noch: In Syrien habe sich die Situation erst durch das Eingreifen Moskaus verschlimmert. Woher kommt diese neue Äquidistanz?

Ich habe keine Äquidistanz. Aber unsere klare Position ist: Unter Bombenteppichen wächst kein Frieden. Auch die russischen Bomben haben vor allem Zivilisten getroffen. Und natürlich geht es auch beim russischen Eingreifen in Syrien nicht um Demokratie und Menschenrechte, sondern um die Verteidigung von Einflusssphären. Ich habe immer darauf hingewiesen, dass es ein erheblicher Unterschied ist, ob ein Militärbündnis, also in dem Fall die NATO, sich über Jahre immer weiter ausbreitet und schließlich an den russischen Grenzen steht, oder ob ein Land irgendwann klarmacht: Bis hierh...

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