12.01.2017 / Ausland / Seite 6

Protest für eigene Zukunft

Die Jugend in Algerien begehrt wegen fehlender Perspektive auf

Sofian Philip Naceur

Es brodelt abermals in Afrikas größtem Flächenstaat. Am 2. und 3. Januar zogen vornehmlich jugendliche Demonstranten randalierend durch mehrere Städte Algeriens und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zentrum der ökonomisch motivierten Proteste war die Küstenstadt Bejaia rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier.

Im zentralen Stadtviertel Dawadji gingen ein Bus und ein Polizeitransporter in Flammen auf, Autoreifen wurden angezündet und mehrere Geschäfte geplündert. Auch eine Filiale der französischen Bank BNP Paribas wurde beschädigt. Demonstranten attackierten das Gebäude der Stadtverwaltung und bewarfen eine Polizeiwache mit Steinen. Die Proteste griffen rasch auf andere Städte der Region über. In den Metropolen Algier, Oran und Constantine blieb es indes ruhig.

In Bejaia feuerten die Einsatzkräfte mit Tränengas in die Menge und verhafteten eine unbekannte Anzahl an Demonstranten. Die Behörden weigern sich, genaue Zahlen...

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