12.01.2017 / Inland / Seite 5

Arbeitskampf im Séparée

Auch nach sechs Gesprächsrunden steht die GDL mit leeren Händen da. Nun hat sie eine Schlichtung angerufen. Die Bahn-Chefs scheinen erfreut

Katrin Küfer

An einem nicht näher genannten Ort irgendwo zwischen Thüringen und Brandenburg haben am Mittwoch die Schlichtungsverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begonnen. Das Verfahren hatte die GDL im Dezember beantragt, nachdem die seit September laufenden Tarifverhandlungen für die in ihr organisierten Lokführer und andere Angehörige des Bordpersonals keine Fortschritte gebracht hatten. »Sechs ergebnislose Runden haben klar aufgezeigt, dass beim Arbeitgeber keinerlei Bereitschaft besteht, auf Basis unserer Forderungen zu verhandeln«, so GDL-Chef Claus Weselsky in einer am 23. Dezember versandten Mitteilung. »Die berechtigten Belange des Zugpersonals dulden keinen weiteren Aufschub.«

Die Möglichkeit, auf Antrag einer Partei ein Schlichtungsverfahren in Gang zu setzen, ist Bestandteil eines Grundsatztarifvertrags zwischen Gewerkschaft und Unternehmen. Demnach haben die Unterhändler für ein Verhandlung...

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