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11.01.2017 / Ausland / Seite 6

Peña Nieto allein zu Haus

Mexikos Präsident wegen Protesten unter Druck

Jorge López, Mexiko-Stadt

Wird 2017 das Jahr einer zweiten »Tequila-Krise«? Zum Jahreswechsel 1994/95, ein Jahr nach dem Beitritt Mexikos zum am 1. Januar 1994 in Kraft getretenen Freihandelsabkommen NAFTA, begann für die Masse der Bevölkerung eine wirtschaftlich katastrophale Phase. Ökonomen befürchten nun, dass die durch die aktuellen Preissteigerungen ausgelöste Krise noch heftiger werden könnte als jene vor 22 Jahren. Der Kursverfall der Landeswährung Peso hat bereits im vergangenen Jahr für einen massiven Kaufkraftverlust gesorgt. Mehr als die Hälfte der Mexikaner ist auf staatliche Hilfsprogramme angewiesen, rund ein Drittel von ihnen lebt in extremer Armut. Große Wut schlägt daher Präsident Enrique Peña Nieto von der »Partei der Institutionellen Revolution« (PRI) entgegen.

Landesweite Proteste, die sich vor allem gegen die drastischen Preissteigerungen für Benzin richten, weiteten sich am Montag auf mindestens 25 der insgesamt 32 Bundesstaaten aus. Allerorten liegt große...

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