10.01.2017 / Ausland / Seite 7

Zerstörte Infrastruktur

Syrien: Bewaffnete Gruppen verhindern die Reparatur von zerstörten Wasserpumpen. Saudi-Arabien torpediert Waffenstillstand

Karin Leukefeld

Die Zerstörung ziviler Infrastruktur in Syrien ist ein Markenzeichen bewaffneter Islamisten und Salafisten. Ziel der Angriffe sind die Strom-, Gas- und Wasserversorgung des Landes. Im Osten der Provinz Homs sprengten Kämpfer des »Islamischen Staates« – arabisch abwertend als Daesch bezeichnet – am Sonntag die Förderanlage der Hajan-Gasgesellschaft. Diese versorgt Millionen Menschen in Homs und Damaskus mit dem Gas vom Al-Schaer-Gasfeld. In einem Videoclip dokumentierten die Kämpfer, wie sie zunächst Sprengladungen auf dem ganzen Gelände platzierten und miteinander verbanden. Unter Rufen wie »Allah ist groß« wurde die Explosion aus der Ferne gefilmt. Anschließend wurden die Aufnahmen im Internet verbreitet.

Nach tagelangen Gefechten mit islamistischen Kämpfern um die Al-Fi­dschah-Quelle im Barada-Tal war am vergangenen Freitag unter Vermittlung der russischen Armee zunächst ein Waffenstillstand und die Wiederherstellung des beschädigten Wassernetzwerks vere...

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