09.01.2017 / Ansichten / Seite 8

Gefährliches Nichtstun

2016 mit neuem Temperaturrekord

Wolfgang Pomrehn

Nun ist es sozusagen amtlich. 2016 war das bisher wärmste Jahr seit Beginn der globalen Temperaturaufzeichnungen, und zwar mit erheblichem Abstand. Um zwei Zehntel Grad Celsius war es im globalen Mittel 2016 wärmer als ein Jahr zuvor – und das, obwohl 2015 seinerseits bereits ein Rekordjahr gewesen war. Mit anderen Worten: Die globale Erwärmung hat in den letzten beiden Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht. Geht es in diesem Tempo weiter, könnte schon Ende des nächsten Jahrzehnts jene Schwelle von 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau erreicht sein, die nach Ansicht vieler Entwicklungsländer nicht überschritten werden darf. Jenseits davon, so ihre von vielen Wissenschaftlern gestützte Argumentation, würden aufgrund des steigenden Meeresspiegels viele Inselstaaten und viele niedrig liegende Hafenstädte langfristig in ihrer Existenz bedroht. Schon jetzt steigen die Ozeane im globalen Mittel um 30 Zentimeter...

Artikel-Länge: 2891 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe