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07.01.2017 / Geschichte / Seite 15

Entschlossen zur Spaltung

Vor 100 Jahren nutzte der Parteivorstand der SPD eine Reichskonferenz der Opposition als Vorwand für den Rauswurf der Linken

Leo Schwarz

Die Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für den Reichstagswahlkreis Teltow-Beeskow-Storkow-Charlottenburg, zu dem auch Industrievororte im Süden (Alt-)Berlins wie Neukölln und Marienfelde gehörten, verlief am 18. Juni 1916 nicht so ruhig wie in den Vorjahren. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Vertretern der oppositionellen Mehrheit der Delegierten erklärte der Kreisvorsitzende, der rechte Sozialdemokrat Franz Thurow, die Versammlung für beendet und verließ mit der kleinen Schar seiner Anhänger eilig den Tagungsort, das Berliner Gewerkschaftshaus am Engelufer. Die 110 Delegierten, die im Saal geblieben waren, setzten den alten Kreisvorstand in aller Form ab und wählten einen provisorischen Vorstand. Der neue 1. Vorsitzende war Hugo Eberlein (bis er auf polizeiliche Veranlassung aus Berlin ausgewiesen wurde), ein führendes Mitglied der Spartakusgruppe.

Damit kontrollierte die linke Opposition die Vorstände aller acht Berliner Wah...

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