02.01.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Währung im Fieber

Jahresrückblick 2016. Heute: Austeritätsdiktat, Nullzinsen, dennoch steigende Staatsverschuldung: Die Krise des Euro hält an

Jörg Kronauer

Sie schwärt und schwärt. Auch 2016 hat es keinerlei relevante Versuche gegeben, die Euro-Krise zu lösen. Ganz im Gegenteil: Die Kurpfuscherei, mit der Brüssel eine neue Eskalation zu vermeiden suchte, ruft inzwischen auch im wirtschaftlichen Establishment der Bundesrepublik wachsenden Unmut hervor. »Selbst den größten Anhängern des Euro«, hieß es etwa Anfang Juli, kurz nach dem britischen EU-Austrittsreferendum, im Manager Magazin, »wird zunehmend klar, dass es keine gute Idee war, die Währungsunion ohne die erforderliche politische und fiskalische Integration einzuführen«. Noch werde die Gemeinschaftswährung »von der EZB (Europäische Zentralbank) mit aller Kraft zusammengehalten« (…) »doch Lebenserhalt ist etwas anderes als Heilung«. »Der Patient lebt, die fundamentalen Krankheitsursachen werden nicht behandelt«, war in der Zeitschrift weiter zu lesen. »Die weitgehende Überschuldung und die auseinanderlaufende Wettbewerbsfähigkeit der Länder werden nicht...

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