31.12.2016 / Ausland / Seite 7

Kein Übergang zum Kapitalismus

Kuba debattiert Wirtschaftsplan. Mehr ausländische Investitionen und erneuerbare Energien

Volker Hermsdorf

Nachdem die kubanische Wirtschaft im Jahr 2016 um 0,9 Prozent geschrumpft ist, erwarten Regierung und Wirtschaftsexperten der Karibikinsel im kommenden Jahr ein leichtes Wirtschaftswachstum von etwa zwei Prozent. Auf der letzten Parlamentssitzung des Jahres verabschiedeten die Abgeordneten der Nationalversammlung am Dienstag (Ortszeit) in Havanna den Wirtschaftsplan sowie den Staatshaushalt für 2017. Präsident Raúl Castro und Wirtschaftsminister Ricardo Cabrisas erläuterten deren Eckdaten. Dabei blieb offen, ob der Einbruch im zu Ende gehenden Jahr eine konjunkturelle Delle war oder sich fortsetzt. Trotz weiterhin zu erwartender Schwierigkeiten gaben die Politiker sich jedoch vorsichtig optimistisch.

Als hauptsächliche Ursachen für den Rückgang der Wirtschaft nannte Castro einen Preisverfall der wichtigsten kubanischen Exportgüter, rückläufige Erdöllieferungen aus Partnerländern wie Venezuela, die Aufrechterhaltung und teilweise Verschärfung der Wirtschaft...

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