31.12.2016 / Ausland / Seite 2

»Man hat Tod des Verdächtigen einkalkuliert«

Da der mutmaßliche Mörder von drei PKK-Kämpferinnen in Paris gestorben ist, bezweifeln Aktivisten die Aufklärung der Hintergründe. Gespräch mit Ayten Kaplan

Gitta Düperthal

Nach dem Mord an den drei Kurdinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez am 9. Januar 2013 mitten in Paris war ein mutmaßlicher Täter, Ömer Güney, festgenommen worden. Der Prozess, in dem Tathintergründe hätten erörtert werden sollen, wurde aber ständig verschoben, zuletzt auf den 23. Januar 2017. Der Angeklagte ist in der Zwischenzeit verstorben. Wie werten Sie diese Tatsache?

Die französische Justiz hätte mit dem Prozess die Möglichkeit gehabt, Hintergründe dieses Massakers in Paris aufzuklären. Es waren politische Morde. Die Justiz war des Täters habhaft geworden. Die drei Kurdinnen waren dabei, den Friedensprozess zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und dem türkischen Staat in die Wege zu leiten. Sakine war an den Osloer Gesprächen beteiligt. Doch reaktionäre Kräfte in der türkischen Regierung wollen bis heute keinen Frieden. Aus deren Sicht sollen Führungskräfte liquidiert werden – nicht nur auf türkischem, irakischem und syrischem...

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