31.12.2016 / Titel / Seite 1

Liebesgrüße aus Moskau

Ruslands Präsident ist bemüht, nicht in die Falle von Barack Obamas Provokationen zu tappen

Knut Mellenthin

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Freitag mit einer starken menschlichen Geste eine Besinnungspause im Streit zwischen Washington und Moskau angeordnet. Zwar behalte er sich grundsätzlich das Recht vor, auf die von seinem Amtskollegen Barack Obama am Donnerstag angekündigte Abschiebung von 35 russischen Diplomaten mit »Vergeltungsmaßnahmen« zu reagieren, sagte Putin. »Aber wir werden uns nicht auf das Niveau einer verantwortungslosen ›Küchendiplomatie‹ begeben. Unsere weiteren Schritte zur Wiederherstellung der russisch-amerikanischen Beziehungen werden sich an der Politik der Regierung von Präsident Donald Trump orientieren.« Dieser soll das Amt am 20. Januar übernehmen. Offenbar will Putin bis dahin eine Eskalation vermeiden.

Der russische Präsident ließ keinen Zweifel, dass er Obamas Vorgehen als »neuen unfreundlichen Schritt« und als »Provokation« zur »weiteren Untergrabung« der Beziehungen zwischen beiden Staaten verurteilt. Aber, so Putin, d...

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