28.12.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Schengen«-Vertrag für Afrika?

Afrikanische Union strebt Reisefreiheit auf dem Kontinent an, um Handel zu fördern und Abhängigkeiten abzubauen

Christian Selz, Kapstadt

Für die Fischer, die auf dem Sambesi zwischen Namibia und Sambia ihre Netze stellen, ist ein grenzenloses Afrika längst Realität. Wohin sie mit ihren Einbäumen staken, entscheiden allein Wasserstand und Fischvorkommen. So wird »namibischer« Fisch in Sambia verkauft und umgekehrt – der innerafrikanische Handel funktioniert. Doch das gilt längst nicht überall. Die vielen Grenzen, das sagen Wirtschaftsvertreter und Politiker unisono, behindern die ökonomische Entwicklung. Die Afrikanische Union (AU), der außer Marokko alle Staaten des Kontinents angehören, will nun erreichen, dass die Fischer vom Sambesi keine Ausnahme bleiben.

»Afrika ist reich, aber Afrikaner sind noch immer arm – das ist das Paradoxon unseres Kontinents«, erklärte die AU-Kommissionsvorsitzende Nkosazana Dlamini-Zuma in ihrer Rede zum Zustand des Kontinents am 19. Dezember in Durban. Die Südafrikanerin will das Problem vor allem mit zwei Maßnahmen angehen. Die eine heißt Bildung. »Wir m...

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