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23.12.2016 / Feuilleton / Seite 11

»Man muss etwas Spektakuläres machen«

Weil die Linken zerstritten sind, gibt es jetzt das »Büro für Offensivkultur«. Heinz Ratz stellt es auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vor. Ein Interview

Christof Meueler

Bevor Sie Musiker wurden, waren Sie Schriftsteller?

Bin ich immer noch. Ich komme ja von der Literatur. Aber auf Dauer ist es langweilig, in der Stadtbücherei vor sechs älteren Damen zu lesen, wenn du Anfang 20 bist. Deshalb hab’ ich mit 25 angefangen, Musik zu machen. Ich hab’ mir das Bass-Spielen selber beigebracht und auch Gitarre und dann meine Gedichte vertont. Das ist bis heute so: erst der Text, dann die Musik.

Und irgendwann haben Sie mit Extremsport angefangen, für die Politik.

Das war 2008, der »moralische Triathlon«. Ich bin 1.000 Kilometer durch Deutschland zu Fuß gelaufen, für Obdachlose. Und d+ann bin ich 1.000 Kilometer in Flüssen geschwommen, für den Artenschutz. Schließlich bin ich 7.000 Kilometer geradelt, für die Flüchtlinge. Zum Abschluss eines solchen Tages gab es immer ein Konzert.

Wahnsinn.

Genau.

Wie kamen Sie auf diese Idee?

Ich kam darauf, weil ich was verändern wollte. Oder zumindest das Angebot machen wollte, bes...

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