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22.12.2016 / Ausland / Seite 7

Präsident sichert Pfründe

Demokratische Republik Kongo: Staatschef Joseph Kabila will nicht abtreten. Er stützt ein System, an dem auch westliche Konzerne gut verdienen

Christian Selz, Kapstadt

Der Kampf um die Macht in der Demokratischen Republik Kongo eskaliert zunehmend. Am Dienstag wurden bei Protesten gegen Präsident Joseph Kabila in der Hauptstadt Kinshasa mehrere Menschen getötet. Der Direktor des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen im Kongo (UNJHRO) sprach in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters am selben Tag von »ziemlich soliden Berichten«, denen zufolge 20 Protestierende getötet worden seien. AFP gab dagegen am Dienstag abend den kongolesischen Regierungssprecher Lambert Mende wieder, der die Zahl der Toten auf neun bezifferte und hinzufügte: »nicht einer mehr«.

Nicht einen Tag länger will unterdessen die Opposition Kabila im Amt dulden. Der 84jährige Oppositionsführer Étienne Tshisekedi rief via Youtube-Botschaft dazu auf, den Präsidenten nicht länger als solchen anzuerkennen. Doch Kabila, seit der Ermordung seines Vaters und Amtsvorgängers Laurent-Désiré Kabila im Jahr 2001 Staatschef des Kongos, klammert ...

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