21.12.2016 / Thema / Seite 12

»Für Frieden, Freiheit und Brot!«

Am 21. Dezember 1936 verabschiedete der »Ausschuss zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront« in Paris den »Aufruf an das deutsche Volk«. Er ist Ausdruck des Bemühens um Zusammenarbeit der Hitlergegner im Exil

Ursula Langkau-Alex

Am 21. Dezember 1936 verabschiedete der »Ausschuss zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront« in Paris den »Aufruf an das deutsche Volk«. Er war ein Kompromiss heterogener Vorstellungen und Ziele der exilierten Akteure – also von Sozialdemokraten, Kommunisten, Mitgliedern der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) und parteilosen liberalen Demokraten (Journalisten, Publizisten, Schriftstellern). Der Weg zur endlichen Einigung war lang und steinig. Wie hatte es angefangen mit einer »Volksfront« gegen den Nazismus? Welche Hindernisse hatten im Exil bis Ende 1936 überwunden werden müssen? Was besagt »Kompromiss« hier konkret?

Alter Zwist

Der Ursprung einer breiten, parteien- und klassenübergreifenden Sammlung gegen den Nazifaschismus unter der Losung »Volksfront« liegt in der Kampagne zur Reichspräsidentenwahl im Frühjahr 1932. Die Wortschöpfung prägte der parteilose Berliner Oberbürgermeister (von 1931 bis 1935) Heinrich Sahm. Sie war Ausdruck einer ins Milit...

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