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21.12.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Säbelrasseln in Ankara

Nach Einmarsch in Syrien beansprucht die türkische Regierung auch im Nordirak die Rolle einer Hegemonialmacht

Peter Schaber

Am 15. Dezember telefonierte US-Präsident Barack Obama mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. Die beiden Staatschefs unterhielten sich über den Abzug der noch im Ostteil Aleppos verbleibenden Kämpfer und Zivilisten. In seiner Wiedergabe des Gesprächs mit Obama betonte Erdogan vor Journalisten, man habe nicht nur über Syrien konferiert, sondern auch über den Irak. »Ich erinnerte ihn an die Wichtigkeit unserer Verantwortung, falls eine unvorteilhafte Situation in Tell Afar und Sindschar entstehen sollte. Obama fragte, wie er helfen könne und ich erklärte es ihm«, so Erdogan über das Telefonat mit dem scheidenden US-Präsidenten.

In beiden Fällen, in Tell Afar wie in Sindschar, sind es Gegner des »Islamischen Staates« (IS), die dem autoritär herrschenden türkischen Präsidenten Sorgen bereiten. Zum einen marschieren die mehrheitlich schiitisch-irakischen Al-Haschd Al-Schaabi (Volksmobilmachungskräfte) derzeit auf die im Nordwesten des Land...

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