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24.12.2016 / Geschichte / Seite 15

Faschisten ohne Duce

Gefördert von den USA, konnten sich bereits im Dezember 1946 die Mussolini-Anhänger im Movimento Sociale Italiano als Partei neu formieren

Gerhard Feldbauer

Dem italienischen Faschismus gelang es nach 1945 mit Hilfe der USA, sich über seinen politischen und militärischen Zusammenbruch hinwegzuretten und den neuen Bedingungen anzupassen. Auf der Suche nach den Ursachen dieser Kontinuität stößt man darauf, dass der Faschismus gebraucht wurde, um eine von Kommunisten und Sozialisten (IKP und ISP) beeinflusste antifaschistische Regierung zu verhindern.

Zusammen mit der radikaldemokratischen Aktionspartei (PdA) dominierten IKP und ISP das Nationale Befreiungskomitee (CLN) und die antifaschistische Einheitsregierung. Die IKP zählte 1.770.896 Mitglieder. Mit ihren Garibaldi-Brigaden stellte sie 155.000 Kämpfer der 256.000 Mann starken Partisanenarmee und brachte mit 42.000 von insgesamt 70.000 Gefallenen auch die meisten Opfer. Gemeinsame Oberbefehlshaber waren der Kommunist Luigi Longo und der Sozialist Alessandro Pertini. Bei ihrer letzten großen Offensive vom 25. April 1945 griff die Partisanenarmee in Norditalien...

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