24.12.2016 / Ansichten / Seite 8

Wer den Mord liebt

Die Befreiung Ostaleppos und der Westen

Arnold Schölzel

Das Ende der Schlacht um Ostaleppo ist eine historische Zäsur. Zum einen für den weiteren Verlauf des Krieges in Syrien. Die Hauptverantwortung für ihn – der Mainzer Geograph Günter Meyer wiederholte es am 16. Dezember im Interview mit heute.de – tragen die USA. Er resümierte: Dort begannen 2001 die Planungen für den Regimewechsel in sieben Ländern, seit 2005 wurden die »Rahmenbedingungen« für den in Syrien geschaffen – mit Propagandaaktionen sowie der Finanzierung und Ausbildung »einer Armee von Terroristen gemeinsam mit Israel und Saudi-Arabien«. Die Türkei war die Basis für materielle und personelle Unterstützung der Banden.

Die jetzige Befreiung des Ostteils von Aleppo bedeutet zunächst das Ende dieser Strategie. Gescheitert ist der Feldzug des Westens allerdings viel früher. Präsident Baschar Al-Assad ließ sich nicht im Vorübergehen absetzen, u. a. weil ihn bis heute mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung, so Meyer, un...

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