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24.12.2016 / Ausland / Seite 7

Kein Grund zum Feiern

Kahlschläge statt Verbesserungen: Armut in Italien wird größer, Hunderttausend verlassen das Land

Gerhard Feldbauer

Fröhliche Weihnachten? Nicht in Italien. Obwohl die Sozialdemokraten vor drei Jahren das Zepter in die Hand genommen haben, verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung weiter. Deutlich wird dies etwa dieser Tage, wenn die Festtagswünsche formuliert werden. Am Mittwoch veröffentlichte La Repubblica den Brief eines achtjährigen Mädchens aus Brindisi im südlichen Apulien, das darum bittet, »seine Mama nicht zu entlassen«. Die 35jährige Frau ist die Alleinverdienerin der Familie und gehört zu den 131 Arbeitern der Maschinenfabrik Santa Teresa, denen zum 31. Dezember gekündigt wurde.

Es ist ein Beispiel unter vielen. Für Millionen von Menschen in Italien wird der »Babbo Natale«, der Weihnachtsmann, auch in diesem Jahr nichts im Sack haben. Laut einem Bericht des italienischen »Nationalen Instituts für Statistik« (ISTAT) lebten zu Beginn des Jahres fast 17,5 Millionen Italiener und damit 28,7 Prozent der Gesamtbevölkerung in Armut. Rund 7,6 Mill...

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