24.12.2016 / Ausland / Seite 6

Zwischen Zerstörung und Hoffnung

Jahresrückblick 2016. Heute: Syrien. Regierung erobert Aleppo zurück. Regionale Akteure zu Verhandlungen bereit

Karin Leukefeld

In Syrien geht ein weiteres Jahr voll Gewalt, Tod und Zerstörung zu Ende. Der Krieg hat Millionen Menschen vertrieben. Tausende haben Leben oder Gesundheit, Arbeit sowie Hab und Gut verloren. Seit Beginn des Krieges 2011 sind mehr als vier Millionen Syrer aus ihrer Heimat geflüchtet, mehr als sechs Millionen leben als Vertriebene im eigenen Land, mehr als neun Millionen Menschen in Syrien sind auf Hilfe angewiesen. Diese Zahlen stammen vom UN-Hilfswerk für Flüchtlinge.

Die Teuerung ist enorm, die Arbeitslosigkeit hoch. Die von der Europäischen Union und den USA verhängten Wirtschafts- und Finanzsanktionen gelten als die schärfsten, die jemals gegen ein Land verhängt wurden. Syrien ist ein Entwicklungsland, das vor dem Krieg keine Schulden hatte und seine Bevölkerung mit allem versorgen konnte. Krieg und Sanktionen haben das Land um Jahrzehnte zurückgeworfen.

Ein enormer »Braindrain« – die Abwanderung der gut ausgebildeten Mittelschicht und Facharbeiter – la...

Artikel-Länge: 7964 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe