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24.12.2016 / Inland / Seite 2

»Amazon sollte Personalkosten unnötig zahlen«

Beschäftigte ringen weiter um einen Tarifvertrag beim Versandhändler. Ihre Streikstrategie haben sie geändert. Gespräch mit Thomas Schneider

Johannes Supe

Wieder wird beim Onlineversandhändler Amazon gestreikt, an bislang sechs Standorten wurde bisher die Arbeit niedergelegt. Seit gestern beteiligen sich etwa 400 Kollegen und Kolleginnen aus Leipzig am Arbeitskampf, der auch an Heiligabend fortgeführt wird. Konnten Sie neue Gesichter unter den Streikenden entdecken?

Zunächst mal haben wir einen richtig guten Stamm an Kollegen, die seit Beginn der Auseinandersetzung 2013 mitziehen. Sie bereiten die Streiks vor, räumen im Nachgang das Equipment weg. Das sind Arbeiten, die man oft nicht sieht. Und sie überlegen sich immer neue Ansatzpunkte, um andere Kollegen, die noch nicht streiken, zu überzeugen. Dasselbe gilt für unsere Vertrauensleute im Betrieb. Sie machen mich immer aufmerksam auf Beschäftigte, die neu beim Ausstand sind. Mit einigen wurde über drei Jahre gesprochen, bis sie sich zur Teilnahme entschieden. Auch am Freitag waren solche Kollegen dabei. Die sagen dann häufig: »Ich habe lange Zeit nicht mitg...

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