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19.12.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Trump gegen »Vergewaltigung«

Der designierte US-Präsident will China und Russland auseinanderbringen

Knut Mellenthin

Donald Trump, der am 20. Januar 2017 als 45. Präsident der USA vereidigt werden soll, hat noch vor seinem Amtsantritt einen Streit mit China ausgelöst. Anlass war ein Telefonat, das er am 2. Dezember mit der Präsidentin der chinesischen Insel Taiwan, Tsai Ing-wen führte. Angeblich hatte die 60jährige ihn angerufen, um ihm zur Wahl zu gratulieren. Es war das erste Gespräch eines amtierenden oder de­signierten US-Präsidenten mit Taiwans Oberhaupt, seit Washington 1979 die diplomatischen Beziehungen zur »Republik China« abgebrochen und zur Volksrepublik China aufgenommen hatte. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums äußerte sich »ernsthaft besorgt« und warnte, dass eine kontinuierliche Weiterentwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen ausgeschlossen wäre, falls die USA sich von der »Ein-China-Politik« abwenden sollten. Gemeint ist das Prinzip, dass es nur einen chinesischen Staat gibt, der von der Regierung in Beijing repräsentiert wird, und Ta...

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