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15.12.2016 / Ausland / Seite 7

Gottes Werk und Balaguers Beitrag

Chef von Opus Dei, Javier Echevarría, gestorben. Er bewahrte klerikal-faschistische Tradition

Gerhard Feldbauer

Wie die größte klerikale Bewegung der katholischen Kirche, Opus Dei, mitteilte, ist ihr Leiter Javier Echevarría am 12. Dezember im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war seit 1994 der dritte Chef der 1928 von dem faschistoiden Kleriker Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás gegründeten elitären Organisation, die dieser bis zu seinem Tod 1975 leitete. Ihm folgte der spanische Bischof Álvaro del Portillo, unter dem Eche­varría zum Prälaten, einem dem Bischof vergleichbaren Rang, aufstieg.

Balaguer hatte das »Werk Gottes« zu einem straff organisierten Geheimbund formiert, dessen Mitglieder sich »die Geheimagenten Gottes« nennen. Balaguer bekannte sich öffentlich zu Hitler und Franco und verkündete, »die wahren Gläubigen in den Kampf gegen die gottlosen Kommunisten« zu führen. Opus Dei unterstützte den blutigen Terror des Franco-Regimes gegen die Volksfront-Regierung. Acht Mitglieder traten in die Regierung des »Caudillo« ein, später ebenso mehrere in die des ...

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