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10.12.2016 / Inland / Seite 8

»Es gibt genug Raum, um Kohle zu fördern«

Etwa 90 Prozent des Hambacher Forsts sind zerstört. RWE lässt Rodungen durch die Polizei schützen. Gespräch mit Michael Zobel

Gitta Düperthal

Vom Hambacher Forst existieren nur noch einige Reste: Kaum ein Tag vergeht ohne Meldungen rund um den Braunkohlentagebau, Rodungen, Polizeieinsätze. Wie ist die Situation?

Nach offizieller Sicht ist alles in Ordnung: Die Rodungssaison beginnt stets im Oktober, endet im Februar. Im Rest des Jahres soll der Wald davor geschützt sein, weil er ja so wertvoll ist: Brutzeit. Ansonsten darf drauflos geholzt werden. Der Hambacher Forst ist auf diese Weise zu 90 Prozent abgeholzt worden. Nachdem die Aachener Polizei den Volzug dafür mitteilte, sieht die »geschützte Natur« nun so aus: 70 Hektar Baumstämme. Mit Hundertschaften, Fahrzeugen, Hubschraubern, Räumpanzern, etc. war die Polizei im Einsatz, um die von RWE durchgeführten Rodungsarbeiten zu sichern.

Laut der Lokalpresse eskaliert die Gewalt. Wie würden Sie die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Waldbesetzern beschreiben?

Ja, eine Eskalation der Kämpfe um diesen Wald hat stattgefunden. Ich selber mach...

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