06.12.2016 / Inland / Seite 2

»Das Tischtuch ist zu kurz«

Berlin: Linke-Mitglieder stimmen über Koalitionsvertrag ab. Senat will am Donnerstag die Arbeit aufnehmen. Ein Gespräch mit Lucy Redler

Alexander Ott

Bis Mittwoch dürfen Mitglieder der Berliner Linkspartei darüber abstimmen, ob ihre Partei den mit SPD und Grünen ausgehandelten Koalitionsvertrag annehmen soll oder nicht. Wie haben Sie sich entschieden?

Ich habe gegen den Koalitionsvertrag gestimmt. Niemand will wohl bestreiten, dass in diesem Koali­tionsvertrag durch Die Linke einzelne Verbesserungen herausgeholt wurden, das Verbot sexistischer Werbung oder ein günstigeres Sozial­ticket zum Beispiel. Aber ich denke, dass das nicht der Maßstab sein sollte. Die wesentliche Frage ist, ob es gemessen an den heutigen Zuständen in Berlin zu einer Kehrtwende kommt. Nach meinem Eindruck ist das nicht der Fall. Vieles steht noch unter Finanzierungsvorbehalt.

Die Koalition in spe will zum Beispiel jährlich etwa 6.000 neue kommunale Wohnungen bauen lassen. Das genügt Ihrer Meinung nach nicht?

Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, der die Situation nicht grundlegend verbessern wird, ähnlich wie bei den katastrophal...

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