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02.12.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Alles nur heiße Luft«

Der Kleinwaffenproduzent Heckler & Koch betreibt Imagepflege und kolportiert, seine Exportpolitik ändern zu wollen. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin

Ben Mendelson

Ein anonymer Mitarbeiter von Heckler & Koch (H & K) behauptete am Montag im Interview mit dpa, der Waffenhersteller werde künftig keine Staaten mehr beliefern, die nicht in der NATO sind. Das beträfe »rote« Staaten wie Mexiko oder Saudi-Arabien. Auch in das NATO-Mitglied Türkei, als »gelber« Staat eingestuft, werde künftig nicht mehr exportiert. Wird jetzt alles anders beim Waffenbauer aus Oberndorf?

Leider noch nicht. Bislang gibt es lediglich die Behauptungen eines H & K-Managers, der nicht einmal namentlich genannt werden will. Er gehört offensichtlich nicht zur Geschäftsführung. Dessen Gespräch mit der dpa hat keinerlei Verbindlichkeit. Jetzt muss sich die H & K-Geschäftsführung dazu positionieren, ob die getätigten Aussagen ihres Mitarbeiters den Unternehmensplänen entsprechen. Bis das passiert, ist alles nur heiße Luft.

Der Konzern Heckler & Koch ist gemessen an den Opferzahlen das todbringendste Unternehmen Deutschlands. Na...

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