30.11.2016 / Ausland / Seite 6

Abbas trotzt Kritikern

Die palästinensische Fatah hat ihren bisherigen Vorsitzenden Mahmud Abbas im Amt bestätigt

Gerrit Hoekman

Am Dienstag begann in Ramallah in der Westbank der siebte Generalkongress der stärksten Fraktion der palästinensischen Befreiungsbewegung, der Fatah. Als erste Amtshandlung wählten die rund 1.400 Delegierten ihren bisherigen Parteivorsitzenden, den 81jährigen Mahmud Abbas, erneut an die Spitze der Fatah.

Im Vorfeld der Wahlen war nicht ausgeschlossen worden, dass es zu einer Überraschung kommen könnte. Denn die Fatah ist zerstritten wie lange nicht mehr. Bis kurz vor Beginn war unsicher, ob der Parteitag tatsächlich stattfinden würde – und auch die Kritik an Abbas ist in den vergangenen Jahren lauter geworden.

Es dürfte in den kommenden Tagen demnach ausreichend Gesprächsbedarf geben. Besonders darüber, wie Mahmud Abbas mit seinen Gegnern umgeht. Es gibt Stimmen, die sagen, dass der Vorsitzende sich langsam wie ein Diktator verhalte. »Präsident Abbas versucht mit allen Mitteln, jegliche Opposition gegen ihn zu unterbinden«, äußerte sich etwa der frühere hoh...

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