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28.11.2016 / Ausland / Seite 6

In Damaskus bleiben

Die Menschen in der syrischen Hauptstadt bemühen sich nach fünf Jahren Krieg um etwas Normalität

Karin Leukefeld, Damaskus

Der Spätsommer hat sich verabschiedet, die Novembernächte sind kalt geworden in Damaskus. Tagsüber wärmt die Sonne die Menschen, die mit stoischer Gelassenheit auch im fünften Kriegsjahr ihren Alltag bewältigen. Die Märkte sind voll, besonders beliebt sind die Stände, an denen nichts mehr kostet als 100 Syrische Pfund. Noch vor wenigen Jahren waren 100 Syrische Pfund soviel wert wie etwa 1,50 Euro, heute sind es weniger als 20 Eurocent.

Die Stadt, die vor dem Krieg etwa 1,5 Millionen Einwohner hatte, beherbergt heute rund fünf Millionen Menschen. Die meisten sind aus den umkämpften Satellitenstädten in das Zentrum geflohen, wo sie in engen Verhältnissen oder Flüchtlingsunterkünften leben. Viele kommen auch aus Deir Essor, Kamischli, Rakka, Aleppo oder aus Idlib. Sie brauchen Strom, Wasser und Nahrungsmittel, ärztliche Versorgung, Schulen und Arbeitsplätze. Die Regierung stellt alles zur Verfügung, doch es gibt nicht genug. Strom wird rationiert, Wasser ist...

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