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28.11.2016 / Inland / Seite 4

»Kleider haben wir nur noch in XS oder XL«

US-Konzern American Apparel schickt deutschen Filialen keine Ware mehr. Beschäftigten protestieren

Johannes Supe

Sie ist überschaubar, diese Protestgruppe, die sich am kalten Samstag nachmittag auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz zusammengefunden hat. Etwas mehr als zwei Dutzend Menschen sind es, fast alle jugendlich, dem Augenschein nach zwischen 20 und Mitte 20. Chic sind sie gekleidet, in langen Mänteln, mit eleganten Taschen. Sie sind Angestellte des US-Textilkonzerns American Apparel, der auch in Deutschland Filialen betreibt und etwa 120 Menschen beschäftigt. Noch. Denn das Unternehmen will sich aus Europa zurückziehen, sein deutscher Ableger beantragte am 8. November Insolvenz. Seitdem fürchten die Angestellten um ihre Stellen. Und sie mutmaßen, dass der US-Einzelhändler die Insolvenz seiner deutschen Tochterfirma fingiert hat.

»We want to get our pay« steht auf einem der Schilder, die die Beschäftigten angefertigt haben (»Wir wollen unsere Bezahlung erhalten«). Auf einem anderen heißt es »Give me my money«. Etwa eine Stunde zieht die Schar der Angestellten ...

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