Der Schwarze Kanal
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28.11.2016 / Inland / Seite 5

Auskunft verweigert

Welche Rolle spielten die Anwälte von Freshfields bei der Gesetzgebung um »Cum-Ex-Geschäfte«? Schon frühere Deals hatte die Kanzlei eingefädelt

Benedict Ugarte Chacón

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Steuerbetrug mit »Cum-Ex-Geschäften« begann seine öffentliche Sitzung am vergangenen Donnerstag mit einer Machtdemonstration. In der vorangegangenen Beratungssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatten sich die Fraktionen einstimmig darauf geeinigt, beim Bundesgerichtshof eine Durchsuchung der Räumlichkeiten der Kanzlei »Freshfields Bruckhaus Deringer« zu beantragen. Ursprünglich sollten in der Sitzung die beiden Freshfields-Anwälte Thomas Wiesenbart und Ulf Johannemann als Zeugen befragt werden. Nachdem der Ausschussvorsitzende Hans-Ulrich Krüger (SPD) ihnen die Absicht des Ausschusses eröffnet hatte, wurden sie ohne Befragung aus dem Saal geschickt.

Bereits im Sommer hatte der Untersuchungsausschuss Unterlagen von der Kanzlei angefordert. Freshfields, so hat der Ausschuss mittlerweile ermittelt, erstellte in mehreren Fällen Gutachten zu Cum-Ex-Modellen. Die Kanzlei gehört damit zu einem eher übers...

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