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28.11.2016 / Inland / Seite 2

»Beschäftigte in Kliniken brauchen Solidarität«

Gewerkschaften im Saarland ­schließen Beistandspakt für »Tarifbewegung Entlastung« in Krankenhäusern. Ein Gespräch mit Rainer Tobae

Daniel Behruzi

Am Samstag haben der Deutsche Gewerkschaftsbund, DGB, und dessen Einzelgewerkschaften in Homburg/Saar einen Beistandspakt zur Solidarität mit der »Tarifbewegung Entlastung« in den saarländischen Krankenhäusern geschlossen. Was sind die Hintergründe der Verabredung?

Ziel ist es, die unerträgliche Belastung des Pflegepersonals zu beenden. In den Krankenhäusern des Saarlands wurden allein zwischen 1996 und 2013 fast 1.400 Vollzeitstellen in der Pflege abgebaut. Im selben Zeitraum stiegen die Fallzahlen um mehr als 33.000. Das heißt: Mit 22 Prozent weniger Personal müssen 14 Prozent mehr Fälle behandelt werden. Das funktioniert einfach nicht. Die Patientinnen und Patienten können unter diesen Bedingungen nicht mehr optimal versorgt werden. Zugleich werden die Pflegenden selbst krank.

Diese wehren sich nun. Ver.di hat alle 21 Krankenhausträger im Saarland zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert (siehe jW vom 15. November). Wieso ist das ...

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