23.12.2016 / Thema / Seite 12

Ein einziges Gemetzel

Vor 100 Jahren endete an der Somme die größte und blutigste Schlacht des Ersten Weltkrieges wegen Erschöpfung der personellen Reserven beider Seiten. Hunderttausende starben, doch der Frontverlauf änderte sich kaum

Martin Seckendorf

Schon 16 Monate wütete der bis dahin schrecklichste aller Kriege. Trotz des Einsatzes von Millionen Soldaten und materieller Mittel in bislang nicht gekanntem Ausmaß konnte keine der beiden Seiten – weder die Entente um Frankreich, Großbritannien und Russland noch die Mittelmächte um Deutschland und Österreich-Ungarn – auf den Schlachtfeldern eine Entscheidung erzwingen. Ein Kriegsende war nicht in Sicht.

Ernüchternde Bilanz

Führende Politiker und Militärs der Entente beurteilten das Ergebnis des Jahres 1915 als unbefriedigend. An keiner Front war der militärische Durchbruch gelungen. Der Versuch, die Dardanellen zu erobern, damit die Türkei als Verbündeten Deutschlands auszuschalten und eine sichere Seeverbindung nach Russland herzustellen, war gescheitert. Die Entente errichtete zwar bei Thessaloniki eine neue Front gegen die Mittelmächte, konnte aber die Vernichtung des serbischen Heeres nicht verhindern. Auch in Westeuropa gelang es nicht, die st...

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