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23.11.2016 / Titel / Seite 1

Bodenhaltung bei Lufthansa

Die »Kraniche« bleiben im Stall. Verantwortlich für den Streik ist aber nicht etwa die Vogelgrippe, sondern die Weigerung des Konzerns, auf seine Piloten zuzugehen

Claudia Wrobel

Die Fronten sind verhärtet im Tarifstreit zwischen Luft­hansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Dass deshalb der Konzern nun aber behauptet, die Gewerkschaft werde mit dem Streikaufruf »ihrer Verantwortung als Tarifpartner nicht gerecht«, passt zwar in die Geschichtsdeutung der Fluggesellschaft, geht aber deutlich am Ziel vorbei. Der 14. Pilotenstreik, zu dem die Gewerkschaft für den heutigen Mittwoch aufruft, ist nur nötig, weil die Gehälter der Flugkapitäne seit April 2012 nicht mehr angepasst wurden. Das entspreche einem Reallohnverlust von fünf Prozent, wie die VC auf ihrer Internetseite ausweist.

876 Flüge wurden streikbedingt gestrichen, teilte Lufthansa am Dienstag nachmittag mit, davon 51 Interkontinentalverbindungen. 100.000 Passagiere seien demnach voraussichtlich betroffen. Trotzdem bemüht sich der Konzern, die Auswirkungen kleinzureden, und gibt an, dass 2.124 von etwa 3.000 täglichen Flügen stattfinden könnten. Unerwähnt bl...

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