Der Schwarze Kanal
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22.11.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

(Kein) Kampf ums Öl

Auch bei der Somalia-Intervention 1992 soll es um Rohstoffe gegangen sein

Knut Mellenthin

Am 9. Dezember 1992 begann unter US-amerikanischer Führung eine internationale Militärintervention in Somalia. Legitimiert war sie durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats (UNSC), die sechs Tage vorher einstimmig beschlossen worden war. Der Auftrag lautete zunächst lediglich, angesichts einer schweren Hungersnot die Auslieferung humanitärer Hilfsgüter an die Bevölkerung sicherzustellen. Am 26. März 1993 erweiterte der UNSC das Mandat auf die Mitwirkung an der Beendigung des Bürgerkriegs zwischen rivalisierenden Warlords und ihren Milizen. Versuche, diese zu entwaffnen, führten zu Kämpfen. Nach dem Tod von 18 US-Soldaten am 3. Oktober 1993 kündigte der damalige Präsident William »Bill« Clinton den Rückzug aller US-Soldaten aus Somalia bis zum 31. März 1994 an.

Bald nach Beginn der Intervention, die Clintons Vorgänger George Bush in den letzten Wochen seiner Amtszeit angeordnet hatte, tauchten Kommentare auf, dass es sich einmal mehr um einen »Ölkrieg« h...

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