22.11.2016 / Titel / Seite 1

Krieg gegen den Frieden

Kolumbien: Rechte Todesschwadronen machen Jagd auf Linke und Friedensaktivisten. Guerilla warnt vor politischem »Genozid«

André Scheer

In Kolumbien entfesselt die extreme Rechte einen Vernichtungsfeldzug gegen den Friedensprozess. Am Freitag und Samstag wurden im Departamento Caquetá zwei Funktionäre der Bauernorganisation Ascal-G ermordet, ein weiterer bei einem Anschlag schwer verletzt. Drei weitere Morde an Aktivisten ereigneten sich in den vergangenen Tagen in den Departamentos Cauca und Nariño.

Im Visier der »unbekannten Täter« stehen vor allem Angehörige der linken Bewegung Marcha Patriótica, der unter anderem die bekannte Menschenrechtsaktivistin und frühere Senatorin Piedad Córdoba angehört. Seit der Gründung der Organisation vor vier Jahren seien bereits 124 ihrer Mitglieder ermordet worden, erklärte ihr Sprecher David Flórez am Montag im Gespräch mit RCN Radio. Keines dieser Verbrechen sei aufgeklärt worden. Flórez machte paramilitärische Gruppen für die Morde verantwortlich. Diese ultrarechten Todesschwadronen seien unter anderem in Gebiete eingedrungen, die nach der Unterzeich...

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