21.11.2016 / Ausland / Seite 7

»Das hier ist Klassenkampf«

London: Gegen Privatisierungspläne im Bildungsbereich bildet sich Widerstand

Christian Bunke, Manchester

Rund 15.000 Personen haben am Samstag in der Londoner Innenstadt gegen die für Montag geplante dritte Lesung eines neuen Forschungs- und Bildungsgesetzes demonstriert. In der Vorlage vorgesehen ist eine weitere Privatisierung des Bildungssektors in Großbritannien. Die Demonstration wurde von der britischen Studierendenvertretung (NUS) und der Gewerkschaft für Lehrende an Colleges und Universitäten (UCU) gemeinsam organisiert.

NUS-Präsidentin Malia Bouattia nannte das geplante Vorhaben »ein sehr gefährliches, von Ideologie getriebenes Marktexperiment im Bildungsbereich«. Studierende und Lehrende würden unter dem Gesetz leiden, warnte Bouattia.

Die Lage für Studierende im Vereinigten Königreich ist bereits heute prekär: Die Studiengebühren gehören laut der OECD zu den weltweit höchsten. Ein Studienjahr in England oder Wales kostet 9.000 Pfund (rund 10.500 Euro), nach Studienabschluss stehen die jungen Leute oft vor einem Schuldenberg von durchschnittlich 40.0...

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