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19.11.2016 / Geschichte / Seite 15

Kämpfer gegen den Krieg

Vor 80 Jahren erhielt Carl von Ossietzky gegen den Willen der Nazis den Friedensnobelpreis

Heidi und Wolfgang Beutin

Einer der vier in der kurzen Reihe von Deutschen, die den Friedensnobelpreis erhielten, Carl von Ossietzky (geb. am 3. Oktober 1889), wurde am 23. November 1936 mit ihm ausgezeichnet – vor ihm waren es Gustav Stresemann und Ludwig Quidde, nach ihm kam Willy Brandt. Es geschah rückwirkend für das Jahr 1935, nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager Esterwegen kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Berlin. Bei der Preisverleihung schon schwerkrank, starb Ossietzky anderthalb Jahre danach im Krankenhaus Nordend am 4. Mai 1938.

Die besondere Feindschaft vor allem auf der Rechten hatte er sich wesentlich während der rund sechs Jahre seiner Tätigkeit als Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Die Weltbühne zugezogen: vom 25. Januar 1927 bis zum Tage seiner Verhaftung in der Nacht des Reichstagsbrands am 27./28. Februar 1933.

Es war in seinem Leben nicht die erste Festnahme. Wegen des unter seiner Verantwortung im März 1929 in der Weltbühne ersc...

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