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19.11.2016 / Thema / Seite 12

»Drei Poeten, höchste Mittel wählend«

In den frühen 60er Jahren sah Peter Hacks in Heiner Müller und Hartmut Lange Mitstreiter bei der Begründung einer sozialistischen Klassik. Das erwies sich bald als Illusion

Ronald Weber

Unter dem Titel »›Machen Sie nicht weiter so‹ – Hacks in Dialog und Kontroverse mit Kollegen« fand am 12. November 2016 in Berlin die neunte wissenschaftliche Tagung zu Werk und Leben von Peter Hacks statt. Wie dokumentieren im folgenden den stark gekürzten Vortrag des Literaturwissenschaftlers und jW-Redakteurs Ronald Weber. Die Beiträge der Tagung werden im Herbst 2017 im Berliner Aurora-Verlag erscheinen. (jW)

Wie andere Götter auch«, so liest man 1990 bei Peter Hacks, »erscheint der Genius des Dramas gern in dreiköpfiger Gestalt. Bei den Griechen hießen die Köpfe Aischylos, Sophokles, Euripides, bei den Franzosen Corneille, Racine, Voltaire, bei den Deutschen Lessing, Goethe, Schiller.«1 Zu Beginn der 60er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik hießen diese: Peter Hacks, Hartmut Lange und Heiner Müller – zumindest wenn es nach ersterem geht, der Ende 1964 seine eigene Komödie »Moritz Tassow« sowie Müllers »Die Umsiedlerin« und Langes »Marski« z...

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