Schwarzer Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. November 2019, Nr. 267
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
19.11.2016 / Inland / Seite 2

»Wir müssen uns gegenseitig die Angst nehmen«

»Möllner Rede« in Gedenken an ­tödlichen Brandanschlag vor 24 Jahren muss im »Exil« stattfinden, da sie der Stadt zu politisch ist. Gespräch mit Ibrahim Arslan

Claudia Wrobel

Mittlerweile zum vierten Mal muss die »Möllner Rede«, ein Bestandteil des Gedenkens an einen rassistisch motivierten Brandanschlag auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in der Nacht zum 23. November 1992, in einer anderen Stadt stattfinden. Warum ist für diese Art der Erinnerung an Ihre dabei verstorbenen Angehörigen kein Platz im schleswig-holsteinischen Mölln?

Die Möllner Rede war mal Bestandteil der Gedenkveranstaltungen der Stadt. Damit sollte ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. 2010 und 2011 war unsere Familie dafür verantwortlich, die Redner auszuwählen. Im Jahr 2012 hat die Stadt die Rede aus dem offiziellen Programm gestrichen, mit der Begründung, sie sei zu politisch und die Redner seien nicht geeignet, Teil der offiziellen Gedenkveranstaltung zu sein.

Wie muss ich mir die Planung eines solchen Gedenkens vorstellen? Wie sehr können sich Betroffene und Angehörige der Opfer einbringen?

Auch wenn es von außen oftmals so wirkt, haben...

Artikel-Länge: 4403 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €